Deutschland Reisen

Dorsten Das Tor zum Münsterland

Die Stadt Dorsten liegt, wie ich schon am letzten Sonntag erwähnt habe, auf der Grenze vom Ruhrgebiet zum Münsterland. Ich bin hier geboren und lebe immer noch hier und das sehr gerne.

Im Grünen leben und nur ca. 30 km bis ins tiefste Ruhrgebiet Essen.

Die Stadtreche erhielt unsere Stadt 1251. Die Lippe und der Wesel-Datteln-Kanal fließen durch Dorsten. Ebenso mehrere Bäche ebenfalls. Mittlerweile gehören, durch Eingemeindungen, viele Stadtteile zu Dorsten. 2 Kloster gibt es ebenfalls in Dorsten. Das Franziskanerkloster und das Ursulinenkloster.

Die Innenstadt umrahmte im Mittelalter eine große Stadtmauer, mit 3 Stadttoren, von deren Resten man heute noch einiges sehen kann. Durch die Initiative der Dorstener Kaufmannschaft wurde vor etlichen Jahren ein Teil des Wassergrabens wieder hergestellt. Die Lage der Stadt durch die Flüsse machte die Stadt damals sehr reich. Es gab damals ca. 80 Schiffsbauer und noch heute gibt es eine kleine Werft am Kanal. Und Dorsten gehörte zur Hanse, die aber während des 30ig-jhrigen Krieges zerbrach.

Im 16. Jahrhundert baute man die Stadtwaage am Marktplatz, die später auch als Rathaus diente. Dort fanden auch in der Zeit der Hexenverfolgungen einige Prozesse statt. Auch ein Menschenfresser gab es wurde in den Aufzeichnungen der Stadt erwähnt. Er wurde auf dem Marktplatz gerädert und gevierteilt.

1816 wurde Dorsten Teil eines Kreises Recklinghausen und Mitte des 19-Jahrhunderts hielt Industrie Einzug in Dorsten. U.a. eine Eisengießerei, Weberei- und vor allem dem Bergbau. U.a. wurde 1931 der Wesel-Datteln-Kanal eröffnet.

Gegen Ende des 2. Weltkriegs wurde Dorsten durch einen schweren Luftangriff zu 80 % zerstört.  In nur einer Nacht fielen ca. 5000 Bomben. Man konnte vom Essener Tor bis zum Lippetor schauen.

Museen hat Dorsten hier 2. Einmal das Jüdische Museum Westfalen und das Heimatmuseum, welches mittlerweile im Wasserschloss Lembeck untergebracht ist. Dort werden archäologisch Funde und Teile des Handwerks, der Landwirtschaft und Schiffsbaukunst aufbewahrt. Ebenfalls ein Kulturdenkmal ist die 400 Jahre alte Tüshaus Mühle in Dorsten-Deuten. Erst 1970 stellte sie ihren Betrieb ein und ist ebenfalls ein kleines Museum.

2 Sterneköche hat die Stadt Dorsten auch hervorgebracht. Einmal ist da Björn Freitag in Dorsten und Frank Rosin aus Dorsten Wulfen. Als Schriftstellerin ist die gebürtige Dorstenerin Cornelia Funke bekannt. Als Schauspieler Norbert Heisterkamp, der auch in Dorsten wohnt, der ehemalige Schalke Manager Andreas Müller und auch Christina Honsel, als Sportlerin, sind bekannt und leben hier in Dorsten. Bestimmt habe ich auch noch einige vergessen. Man sehe es mir nach.

 Auch Warner Brothers Movie World ist nur ein paar Kilometer entfernt und gut mit dem Rad zu erreichen.

Man sieht, Dorsten hat einiges zu bieten und trotzdem auch den Charme einer Kleinstadt in ländlicher Umgebung, bewahrt. Ein Besuch lohnt sich.